25.09.2026

Über unser Spiel mit der Gefahr

Liebe Hörspielfans,

nichts fasziniert uns so sehr wie wahre Verbrechen. Menschen erzählen mir oft, je verstörender eine True Crime Geschichte, desto spannender. Warum? frage ich. Weil das Böse darin real ist, so die Antwort. Ich sollte doch wissen, wie es aussieht. Wenn ich den Abgrund vermeiden will, muss ich hineinzusehen.

Den meisten True Crime Fans empfinden keine Lust an Gewalt. Sie wollen verstehen, warum Dinge passieren, besonders die schlimmen. Unsicherheit ist enorm belastend. Negative Geschichten ziehen uns in den Bann, weil sie Antworten auf große Fragen versprechen. Gibt es Monster? Gerechtigkeit? Hoffnung? Kann ich selbst gegen das Böse bestehen?

Aber warum macht das Spaß? Unser Spiel mit der Gefahr ist angeboren. Unser Gehirn belohnt uns dafür, uns negativen Dingen auszusetzen, um daran zu wachsen. Denn wo kein Risiko, da kein Gewinn. Oft fühlen wir uns nach True Crime so, als hätten wir eine große Gefahr bewältigt. Wir haben etwas für unser Überleben gelernt – und unser Gehirn ist motiviert, das immer wieder zu tun.

Daher, viel Spaß beim Spielen,
Corinna Perchtold-Stefan
Psychologin und Autorin

Alles, was wir voneinander wussten

Eine junge Frau beim Joggen im Wald von hinten, man sieht nur die Füße und den Waldboden. Grau-weiße Laufschuhe und weiße Socken.
Auf den Spuren eines Femizids
Elli ist verschwunden. Ging wie jede Woche joggen und war weg. Ellis Mutter, ihre beste Freundin und eine Ex-Affäre erzählen, wie es zum Tag des Verschwindens der 27-jährigen kam. Könnte ihr Ex-Partner etwas damit zu tun gehabt haben? Gleichzeitig nimmt der True Crime Podcast “Kalter Kaffee - Ungelöste Fälle“ die Spur des Cold Case auf. Die Hosts kommen an unveröffentlichte mutmaßliche Beweise: Sprachnachrichten von Elli selbst, wenige Tage vor ihrem Verschwinden.
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Mehr Geschichten hinter den Verbrechen:

Die Schleuse

Der Kopf einer mittelalten Frau schaut den Betrachter ernst und fragend an. Hinter ihr ist eine offene Zellentür zu sehen, die in einen Flur führt. Am Ende des Flures ist eine offene Tür, die in einen grünen Garten führt.
Wer ist man nach 16 Jahren hinter Gittern?
Eine Frau erlebt nach 16 Jahren Haft ihre letzte Nacht im Gefängnis. Morgen wird sie entlassen. Mit der bevorstehenden Freiheit kommt auch die Angst: Was wartet draußen? Wer ist sie überhaupt noch nach all den Jahren hinter Gittern?

Chloé

Heiligt der Zweck alle Mittel?
In Chloés Biografie gibt es überdurchschnittlich viele Tote. Häufen sich in ihrem Leben unglückliche Zufälle? Oder ist sie eine Mörderin? Inspektor McHugh glaubt fest an ihre Schuld und entwickelt einen perfiden Plan.
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Noch ein Tipp:

Sonderfolge – Ein Blick hinter die Kulissen

Bastian Pastewka sitzt mit 2 Moderatorinnen lachend auf der Bühne
Kein Mucks Live vom ARD Sounds Festival
Host Bastian Pastewka und Redakteurin Lina Kokaly erzählen zum ersten Mal auf einer Bühne wie sie Krimischätze aus verstaubten Archiven heben! Außerdem berichten sie aus ihrem Arbeitsalltag – ein Blick hinter die Kulissen des Krimi-Podcasts, der Hörspiel-Klassiker aus der Zeit präsentiert, als die Magnetbänder rauschten und das Mikrofon keine Gnade mit kleinen Patzern und raschelnden Skript-Seiten hatte.
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Thema nächste Woche:

Illustratives Profilportrait eines Mannes der an den Musiker „Prince“ erinnert, vor blauem Paisleymuster, im Retro Style. Neben seinem Profil der Schriftzug »Prince«.
P R I N C E – FunkyPurpleAssoziationen
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